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Dreiste Täter versprechen Geldgewinn und geben sich auch als Polizei aus

HINWEIS: Dieser Artikel wurde vor über einem Jahr veröffentlicht. Daher kann es sein, dass Links und Bildbeispiele teilweise nicht mehr aktuell sind bzw. von uns oder dem Anbieter entfernt wurden.

Erst Anruf von Geldtransportunternehmen und später von falscher Polizei

Besonders dreist ist eine Masche, die Kriminelle im Bereich Vechta versucht haben. Die Täter hätten zunächst telefonisch bei einem potentiellen Opfer angerufen und sich als Geldtransportunternehmen ausgegeben. Es sei behauptet worden, dass der Angerufene einen fünfstelligen Geldgewinn erhalten würde. Er müsse lediglich für die Verwaltungskosten aufkommen. Diese müsse er mit Amazon-Gutscheinen bezahlen. Nachdem der Angerufene anschließend sofort die Polizei vor Ort informierte und ihm versichert wurde, dass dies eine Betrugsmasche sei, wurde dieser kurze Zeit später erneut von den Tätern angerufen, um die Gutscheincodes zu erhalten. Mit einem Hinweis auf die Meldung an die Polizei sei das Gespräch dann auch zügig beendet worden. Die Täter hätten noch versichert, dass die Polizei im Irrtum sei. Es dauerte nicht lange, da sei es erneut zu einem Anruf durch die Täter gekommen. Diesmal sei jedoch im Nummerndisplay des Telefones die Amtstelefonnummer der örtlichen Polizei zu erkennen gewesen. Der Anrufer hätte sich als Polizeibeamter ausgegeben und den Irrtum der Aussage bedauert. Die Firma sei legal und alles wäre OK.

Der Angerufene blieb standhaft und übergabe keine Codes an die Täter. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auch hier: www.presseportal.de/pm/70090/3032411

Durch Angebote im Internet ist es möglich, Rufnummern im Display vorzutäuschen. So können gefälschte Anrufe aussehen, als würden diese von einer echten Hotline oder wie im vorliegenden Fall von der Polizei sein.

Generell gilt es, bei Geldgeschäften und vertraulichen Geschäften (z.B. Bank oder Behörden) vorsichtig zu sein, wenn ein entsprechend seriöser Anruf nicht erwartet wird. Fragen Sie bei Zweifeln mittels Rückruf beim Anbieter (z.B. Hotline) nach. Die Täter können zwar die Herkunft mittels falscher Rufnummernanzeige verschleiern. Ein Rückruf auf der Rufnummer würde jedoch zum echten Anbieter führen.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch darauf Hinweisen, dass seriöse Unternehmen keine Vorkasse oder Gebühren mittels Gutscheincodes (z.B. Amazon, paysafe, ukash usw.) verlangen. Melden Sie solche Vorfälle immer gleich an die örtliche Polizei. Besonders bei Gewinnen, die am Telefon versprochen werden, sollten Sie vorsichtig sein. Oft bieten die Täter auch an, die Gutscheine persönlich abzuholen. Gleiches gilt auch für Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern.
Viele Tankstellenbetreiber und Drogerien (als Verkaufsstellen für solche Gutscheine) warnen inzwischen auch Kunden, die plötzlich solche Codes in Massen kaufen, vor solchen Betrugsmaschen.

Ist ein solcher Gutscheincode einmal an die Täter übermittelt, so ist dieser auch sehr schnell eingelöst, so dass der Betrag nicht mehr zurückgeholt werden kann. Die Betrugsopfer haben dann oft einen Schaden von mehreren hundert Euro (oder noch mehr).

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