RATGEBER INTERNETKRIMINALITÄT

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Microsoft ruft an

HINWEIS: Dieser Artikel wurde vor über einem Jahr veröffentlicht. Daher kann es sein, dass Links und Bildbeispiele teilweise nicht mehr aktuell sind bzw. von uns oder dem Anbieter entfernt wurden.

Falsche Mitarbeiter drängen zum Download


Immer noch berichten vermehrt Besucher unserer Seite, dass es zu Anrufen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern gekommen sei. Bereits am 17.Dez. 2013 berichteten wir von dieser Masche.

Unbekannte Täter, die sich als Mitarbeiter des Microsoft Supportes ausgeben, nutzen derzeit erneut die weite Verbreitung des Betriebssystems Windows aus, um unter anderem auf betrügerische Art an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Hierfür werden nach dem Zufallsprinzip Telefonanschlüsse angerufen. Die Wahrscheinlichkeit, hierbei an einen Nutzer von Microsoft Windows zu gelangen, ist hoch. Die Anrufer versuchen die Angerufenen davon zu überzeugen, dass aus dringenden Sicherheitsgründen eine Spezialsoftware aus dem Internet geladen werden muss. Hierfür werden bei Skepsis der Nutzer angebliche Lizenznummern oder vergleichbare Angaben, die in Windows-Betriebssystemen universal vorhanden sind und die der Nutzer leicht prüfen kann, genannt. Aktuell wird ein Fernwartungsprogramm namens „Ammyy“ vorgegeben, welches für die Wartung installiert werden muss. (Alternativ werden auch „TeamViewer“, „LogMeIn“, „EventVwr“ und „ShowMyPC“ angegeben.)

Da es sich hier nicht um Schadsoftware handelt, reagieren Antivirenprogramme nicht auf die Installation dieser Software. Teilt das Opfer nach der Installation den Anrufern den Fernwartungszugangscode mit, haben diese nahezu freies Spiel am fremden Computer. Zusätzliche Schadsoftware (z.B. Spionageprogramme) könnte somit installiert, aber auch private Daten oder Zugangsdaten könnten ausgelesen werden.

Ebenfalls kann es zur Forderung einer Bearbeitungsgebühr kommen. Wird dies vom Nutzer abgelehnt, kann dies eine Löschung privater Daten zur Folge haben kann. Oft erfolgen auch weitere Anrufe, die sich auf den ersten Anruf beziehen. Hier wird dann behauptet, dass nun eine besondere Sicherheitssoftware gekauft werden
muss.

Die Polizei Niedersachsen rät:

  • Sollten Sie solche Anrufe erhalten, notieren Sie, soweit im Display des Telefons zu sehen, die angezeigten Rufnummern. Ggf. ist im Display eine ausländische Rufnummer zu erkennen, die z.B. mit 0015 oder 0016 beginnt.
  • Gehen Sie nicht auf die Forderungen der Anrufer ein, sondern beenden Sie das Gespräch.
  • Führen Sie keine Installation von Software durch, zu der Sie am Telefon aufgefordert werden. Folgen Sie auch keinen Links, die Ihnen genannt werden.
  • Tätigen Sie keine Zahlungen (z.B. durch Herausgabe von Kreditkartendaten)
  • Unterbrechen Sie im Notfall die Internetverbindung zum Computer.
  • Zeigen Sie den Vorfall bei Ihrer nächsten Polizeidienststelle an.

Ohne Ihre eigene vorherige Supportanfrage und Zustimmung werden Unternehmen (z.B. Banken, Softwarefirmen, Provider) Sie niemals dazu auffordern, Daten auf Ihrem Computer zu installieren oder eine Fernwartung vornehmen zu lassen!

 

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