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Spammail mit gefälschter Vorladung der Polizei München

HINWEIS: Dieser Artikel wurde vor über einem Jahr veröffentlicht. Daher kann es sein, dass Links und Bildbeispiele teilweise nicht mehr aktuell sind bzw. von uns oder dem Anbieter entfernt wurden.

Im Namen der Polizei München werden derzeit E-Mails versandt, die einen Trojaner oder auch Links zu Porno-Spam-Seiten enthalten

In den letzten Tagen sind vermehrt E-Mails aufgetaucht, die scheinbar von der Polizei in München verschickt worden sind. Die E-Mails unterscheiden sich dabei teilweise in der Aufmachung und dem möglichen Schädigungspotenzial, da sie in einer ersten Variante einen Trojaner enthielten und in einer späteren bloß noch einen Link zu Pornoseiten.

In der ersten Variante steht im Betreff „Einberuft an die Polizeidirektion“ und auch im folgenden Text scheint jemand mit weniger Deutsch- und Rechtskenntnissen den Text geschrieben zu haben. So gibt es keine „deutschen national Polizeiabteilung“ und auch die genannten Paragrafen sind so nicht richtig.

Die zweite Variante ist dagegen schon etwas besser aufgemacht und lädt mit Variationen des Betreffs „Vorladung als Beschuldigter“ oder „Einladung zur Polizei“ zu einer Anhörung vor. Der Inhalt der E-Mail wurde dabei bloß leicht angepasst/“verbessert“ und ein Link (siehe roter Pfeil im folgenden Bild) zu einer Pornoseite hinzugefügt, die mittlerweile allerdings schon wieder offline zu sein scheint.

Bitte beachten! Behörden laden in Ausnahmefällen persönlich bzw. im Regelfall postalisch zu Anhörungen vor.

Und wie immer gilt: Nie unbekannte oder unangeforderte Anhänge öffnen und auch solchen Links nicht folgen! Lassen Sie sich von einer „offiziellen“ Aufmachung und erzeugtem Zeitdruck nicht verleiten.
Sollten Sie verunsichert sein, ob Sie vielleicht doch ein echtes Formular vor sich haben, fragen Sie auf alternativen Wegen (z.B. Telefon) nach, ob der Versand tatsächlich vom Absender erfolgt ist. Nutzen Sie aber nicht die Rufnummern, die in der Mail angegeben sind. Auch diese können gefälscht sein.

Es wird in solchen E-Mails eine manipulierte/infizierte Datei verschickt. So wird z.B. per Makro Schadsoftware nachgeladen und letztendlich der Computer oder noch zusätzlich das angeschlossene Netzwerk infiziert.
Sollte Ihr Computer bereits auf diesem Wege infiziert worden sein, trennen Sie diesen vom Netzwerk. Nutzen Sie Antivirensoftware, um den Schaden einzudämmen oder zu beseitigen.
Ggf. finden Sie hier passende Tools: www.botfrei.de oder www.nomoreransom.org/de/index.html

Informieren Sie ggf. auch ihren zuständigen Admin!

Im Anschluss raten wir zur Anzeigenerstattung bei Ihrer örtlichen Polizei.
Wirtschaftsunternehmen können sich auch an die zuständige ZAC im jeweiligen Bundesland wenden. Für niedersächsische Unternehmen geht es hier zur ZAC Niedersachsen.

 

Die Polizei München warnt übrigens auch selber auf Twitter und ihrer Homepage vor diesen Spam-Mails.

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