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Anruf falscher Polizeibeamter  vom 16.02.2018

Täter rufen mit 110 und anderen gefälschten Rufnummern an

© H.-J. Henschel/LKA NI

Bundesweit verzeichnen die Polizeidienststellen Hinweise und Anzeigen von Personen, die von angeblichen Polizeibeamten angerufen worden seien.

Diese Masche ist seit mehreren Monaten verstärkt im Umlauf und immer wieder finden die Täter neue Opfer.

So gehen die Betrüger vor:

Am Telefon meldet sich eine Person bei Ihnen und gibt sich als ermittelnder Polizeibeamter oder Staatsanwalt aus. Die Person am Telefon sagt, dass bei einem festgenommenen Einbrecher ein Notizzettel mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift gefunden wurde. Nun wolle die Polizei weitere Straftaten verhindern und andere Komplizen festnehmen. Dazu sei Ihre Mitarbeit erforderlich. Der Täter ist in diesem Gespräch sehr geschickt und wird versuchen, Informationen über Bankkonten, Wertanlagen, Schmuck, Vermögensverhältnisse und vorhandene Wertgegenstände zu erlangen. Auch wird ggf. angeboten, natürlich zu Ihrem Schutz, vorbeizukommen und Geld, Schmuck sowie weitere Wertgegenstände abzuholen, um es für einen bestimmten Zeitraum bei der Polizei sicher aufzubewahren.
Mancher Täter ist sogar so dreist und erzählt, dass man Hinweise auf eine angebliche Mittäterschaft von Bankmitarbeitern habe. Ziel ist es, auch das Vertrauen in die Bank und deren Mitarbeiter zu erschüttern.
Es ist auch schon vorgekommen, dass während eines Telefonats ein angebliches Gespräch von Tätern vorgespielt wird, in dem deutlich Stimmen von Personen zu hören sind, die sich verabreden, Geld von Ihrem Konto abzuheben.
ACHTUNG: HIERBEI HANDELT ES SICH NICHT UM POLIZEIBEAMTE!
Seien Sie auch misstrauisch, wenn Sie während des Gesprächs mit dem Handy zur Bank gehen und Geld von Ihrem Konto abheben sollen. Da Sie ja immer noch mit dem Täter telefonieren, kann dieser sicher sein, dass Sie keine Person Ihres Vertrauens befragen oder über die Telefonnummer 110 selbst die richtige Polizei anrufen.

In letzter Zeit wurden auch Fälle bekannt, in denen sich die Betrüger als Bankmitarbeiter oder andere Amtspersonen ausgegeben haben.

ACHTUNG: DIE TELEFONNUMMER DER POLIZEI IN DER TELEFONANZEIGE!
Durch technische Manipulation können die Täter die echte Telefonnummer z.B. von der örtlichen Polizei, aber auch die Notrufnummer 110 im Display Ihres Telefons anzeigen. Diese Technik wird als Call-ID-Spoofing bezeichnet. Diverse Dienste im Internet bieten die Möglichkeit dazu an.
Dazu der ausdrückliche Hinweis: die Notrufnummer 110 wird bei Anrufen durch die echte Polizei nicht übertragen!


Präventionstipps - So können Sie sich schützen:

  • Die „echte“ Polizei fordert Sie niemals auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen, um Ermittlungen zu unterstützen.
  • Seien Sie misstrauisch. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Sie haben immer Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen, Vertrauenspersonen und der örtlichen Polizei!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe!
  • Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich mit einem Opens external link in new windowDienstausweis (Beispiel aus Niedersachen) aus und haben Verständnis dafür, dass Sie aus Sicherheitsgründen selber bei Ihrer zuständigen Polizeizentrale nachfragen. Suchen Sie dazu selber die Telefonnummer der Polizei (z.B. aus dem Telefonbuch) heraus.
  • Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück - legen Sie auf! Verständigen Sie dann bei verdächtigen Vorfällen umgehend die 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle!
  • Sie können bei Ihrem Provider eine Löschung/Sperre der Veröffentlichung Ihrer Daten im Telefonbuch (Druck und Online) beantragen. Den Tätern wird somit für die Zukunft die Möglichkeit genommen, gezielt nach Namen zu suchen. Beliebt sind hier Vornamen, die auf ältere Personen hinweisen könnten.
  • Informieren Sie Familie, Freunde, Bekannte und besonders ältere Mitbürger über diese Gefahr!

Weitere Informationen zu dieser Masche finden Sie auch hier:

Broschüre "Sicher leben" (auf Seite 8): Opens external link in new windowZum Downloadangebot als PDF
Broschüre "Sicher zu Hause" (auf Seite 8 und Seite 11): Opens external link in new windowZum Downloadangebot als PDF
Informationsblatt "Vorsicht: Falscher Polizist am Telefon": Opens external link in new windowZum Downloadangebot als PDF Informationsblatt "Enkeltrick": Opens external link in new windowZum Downloadangebot als PDF

Auf derOpens external link in new window Homepage des Landeskriminalamtes Niedersachsen

Hier finden Sie einen Beitrag mit Video der Polizei aus Baden-Württemberg: Opens external link in new windowwww.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei/

In der Märzausgabe der Apotheken Umschau werden Sie auch einen Beitrag zu dieser Masche finden. Online gibt es diesen bereits Opens external link in new windowhier.




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