RATGEBER INTERNETKRIMINALITÄT

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7 Jahre Ratgeber Internetkriminalität

Vor sieben Jahren, am 21. Oktober 2013, war es soweit. Der Ratgeber Internetkriminalität ging im Rahmen einer Presseveranstaltung im Innenministerium des Landes Niedersachsen offiziell durch Boris Pistorius in den Betrieb über.

Wir alle waren gespannt, wie das neue Produkt, welches es bis dahin so in Deutschland von Seiten der Polizei zum Thema Cybercrime noch nicht gab, ankommen wird. Circa ein Jahr Vorbereitungszeit steckte in dem Projekt, von dem keiner wusste, wie es sich im Laufe der Jahre entwickeln würde. Es wurde nach dem damals richtigen Content Management System (CMS) gesucht, ein sicherer Provider, der den IT-Richtlinien entsprach, wurde gefunden,  Inhalte wurden aus jahrelanger polizeilicher Erfahrung im Ermittlungsbereich zusammengeschrieben, das optische Erscheinungsbild (damals noch auf Grundlage der Kampagne „Lassen Sie sich keine Märchen auftischen“) wurde gemeinsam mit einer Werbeagentur, ebenso wie die Webseitenprogrammierung, erarbeitet usw.

Unsere Intention war es damals (wie auch heute noch), Internetnutzer und Internetnutzerinnen mit aktuellen News und Tipps zum Thema Cybercrime rund um die Uhr dort zu versorgen, wo die Gefahr lauert – Im Internet.

Für uns war es besonders wichtig, dass wir uns einfach ausdrücken und die Informationen für jeden verständlich ankommen. Weitestgehend verzichteten wir bewusst auf IT-Fachausdrücke. Vereinzelt kommen diese jedoch immer wieder vor, da sich auch Fachbegriffe inzwischen etabliert haben.

Weiterhin wollten wir die Möglichkeit bieten, dass Geschädigte oder Hilfesuchende im Bereich Cybercrime Ihre persönliche Frage loswerden können. Immer wieder konnten wir im Netz beobachten, wie Hilfesuchende, die gerade Opfer von Cybercrime geworden sind, in Foren mit Fachausdrücken von IT-Profis, gefährlichem Halbwissen oder unfreundlichen/nicht hilfreichen Kommentaren „unterstützt“ bzw. allein gelassen wurden. Dies wollten wir mit der Option der persönlichen Frage ändern.

Heute, nach sieben Jahren, sind wir überzeugt, dass der Start des Ratgeber Internetkriminalität (bei uns auch RIK genannt), ein wichtiger Schritt und großer Erfolg war.

Vieles hat sich seit Beginn des Ratgebers im Jahr 2013 verändert. Mehrfach wurden hinter den Kulissen Updates und Upgrades des CMS durchgeführt, um die Sicherheit und den Betrieb der Seite zu gewährleisten. Viele Inhalte und Themen kamen mit der Zeit, sei es durch die technische Weiterentwicklung, die neusten Maschen der Cyberkriminellen oder die Fragen der Besucherinnen und Besucher zum Ratgeber hinzu. Das Design wurde überarbeitet und modernisiert. Erst kürzlich haben wir die Inhalte generalüberholt und das Design sowie die Performance der Webseite überarbeitet. Selbst ein solcher Prozess kann über ein Jahr Arbeit bedeuten, da dies im laufenden Betrieb neben dem Tagegeschäft hier bei uns erfolgen muss und dabei auch immer wieder Fehler passierten oder Probleme auftraten.
Besonders auffällig waren hier zum Beispiel die Links zu diversen Internetseiten, die sich damals dem Thema Internetsicherheit widmeten. Viele der damaligen Projekte und Webseiten gibt es inzwischen nicht mehr. Nur Wenige haben durchgehalten und bestehen heute und hoffentlich auch in Zukunft noch. Mit einigen Seiten(-betreibern) arbeiten wir heute noch gut und gerne immer wieder erfolgreich zusammen. Andere gute Seiten sind hinzugekommen.

Ca. 600 aktuelle Veröffentlichungen/Warnmeldungen sind in dieser Zeit entstanden. Viele Maschen waren damals neu, wiederholten sich mit kleinen Änderungen auch immer wieder und tauchen auch heute immer noch auf, so dass mal mehr, aber auch mal weniger News veröffentlicht wurden. Insbesondere in den Covid-Zeiten konnten wir die Bekanntheit des Ratgebers für die Warnung vor neuen Maschen in Zusammenhang mit Corona nutzen.

Diverse bundesweite Medien griffen und greifen inzwischen auf die Informationen im Ratgeber zurück. Immer wieder tauchen unsere Meldungen aus dem Bereich Aktuelles in regionalen und überregionalen Zeitungen, Zeitschriften, TV-Beiträgen/-Sendungen, Radiobeiträgen oder auf Webseiten auf. Selbst Interview-Anfragen aus dem Ausland erreichten uns. Einige besondere/wiederkehrende TV Beispiele sind „Vorsicht, Falle!“ im ZDF, „TerraXpress“ im ZDF, „Sterntv“ bei RTL, „Kripo Live“ im MDR. Zudem konnte die Reichweite durch die inzwischen hinzugekommende Nutzung sozialer Medien bei der Polizei weiter ausgebaut werden. Über Facebook, Twitter und andere Netzwerke wurden die News angepasst veröffentlicht.

Mit der Präsenz auf Messen und Ausstellungen (z.B. CeBIT) oder in zahlreichen Vorträgen und Beschulungen konnte ein noch engerer Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern hergestellt werden.

Ein besonderes optisches Highlight dabei war z.B. auch unser Polizei Smart aus Niedersachsen, der für die CeBIT 2015 zur Cyberpolizei umgestaltet wurde und somit auf der Messe zu einem beliebten Fotoobjekt wurde. Im Folgejahr warb sogar die Deutsche Messe AG auf den Einladungen zur CeBIT 2016 mit dem Smart der Cyberpolizei. In Kürze erscheint das Fahrzeug übrigens, auch zu unserer Überraschung und ohne unser Zutun, als kleines Modellauto in der Größe H0. Wir fühlen uns sehr geehrt und sind darauf gespannt, ein Modell im Laden kaufen zu können!

Die Möglichkeit der persönlichen Frage haben in den sieben Jahren unzählige Internutzer/Internetnutzerrinnen aus Niedersachen, aus ganz Deutschland, sogar weltweit genutzt. Wir bekamen Anfragen von Geschädigten aus Japan, USA, Frankreich, Russland usw., denen wir mit passenden Ansprechpartnern in Niedersachsen/Deutschland weiterhelfen konnten. Besonders freuten wir uns dann über das positive Feedback und die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, die auch dazu beigetragen haben, dass wir weitere Warnmeldungen oder Beispiele neuer Maschen herausgeben konnten.

Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Polizei muss hier genannt werden.
Hier im LKA Niedersachsen besteht ein enger Kontakt zu den Kollegen der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime für die niedersächsische Wirtschaft (ZAC), den Ermittlern aus den Bereichen Cybercrime und Wirtschaftskriminalität und auch zum Staatsschutz, sowie zu vielen anderen wie Pressestelle und Social Media.
Innerhalb von Niedersachsen wurden Kontakte zu den Kolleginnen und Kollegen vor Ort geknüpft, sei es über gemeinsame Messen, Veranstaltungen, Beschulungen oder zahlreiche Telefonate und Mails.
Auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit den anderen Bundesländern ist gewachsen.
Insbesondere ist hier auch der rege Austausch mit ProPK (Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes) mit Sitz in Stuttgart zu nennen, wo u.a. die bundesweite Präventions-Webseite www.polizei-beratung.de von engagierten Kolleginnen und Kollegen betrieben wird. Über dort geführte deutschlandweite Projektgruppen kann bundesweit bestehendes Wissen aus den verschiedensten Bereichen der Kriminalprävention gebündelt und entsprechend verbreitet und veröffentlicht werden.

Dies war ein kleiner Überblick über die vergangenen sieben Jahre.

Trotz Corona sind wir auch weiterhin für Sie da und bieten Ihnen neue Themen, Hinweise und Möglichkeiten, wie Sie sich vor Cybercrime schützen können. Wir freuen uns weiterhin über Ihre Hinweise, Fragen und Anregungen.

Wir sagen Danke für Ihr Vertrauen, bis bald im Netz und surfen Sie bewusst und sicher.
Bleiben Sie gesund!

Ihr Team vom Ratgeber Internetkriminalität im Landeskriminalamt Niedersachsen

 

Hier geht es zum Bericht vom Start des Ratgebers.

So sah die Startseite des Ratgebers damals bei der Pressekonferenz aus:

© H.J. Henschel, LKA NI

 

Startseite im Jahr 2013:

© H.J. Henschel, LKA NI

 

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