RATGEBER INTERNETKRIMINALITÄT

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Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – Warnung vor Abzocke

Alle (vier) Jahre wieder…

Pünktlich zum Start der Fußball-WM in Nordamerika werden auch die Cyberkriminellen wieder aktiv. Mit der überall präsenten WM nimmt nicht nur die Werbung für legitime Fan-Produkte in Geschäften, Onlineshops und Newslettern zu, sondern auch Betrüger erhöhen ihre Anstrengungen, an Geld zu kommen und werden dabei kreativ.

In der ganzen Begeisterung für das große Event nutzen Täter der WM angepasste Spam-E-Mails, Fakeshops, Phishing, Gewinnspiele oder Schadsoftware, um an Geld bzw. Daten zu gelangen oder die Rechner der Opfer zu manipulieren.

Verschiedene Varianten, bei denen auch immer wieder bekannte Persönlichkeiten und auch in sozialen Medien als Zugpferde genutzt werden, sind dabei möglich:

Spam – Neben dem üblichen zahlreichen Spam ist nun auch mit Nachrichten zu rechnen, die das Thema WM aufgreifen. Seien es Links zu Shops / Fakeshops, Gewinnspielen oder sonstigen Aktionen. Es bleibt bloß, die E-Mails / Nachrichten aufmerksam zu lesen und zu löschen.

Gewinnspiele – Immer wieder wird so mit unseriösen Angeboten auf Adressenfang gegangen. Natürlich werden dabei auch Namen bekannter Unternehmen / Versandhändler missbräuchlich und auch mit Logo bei den Gewinnspielen genutzt. Die Rechteinhaber haben dabei in der Regel nichts mit diesen „Angeboten“ zu tun.
Wenn Sie unsicher sind, schauen Sie auf den echten Internetseiten der Firmen oder auf den offiziellen Fan-Seiten in den sozialen Netzwerken nach. Kein seriöser Betreiber wird es Ihnen übelnehmen, wenn Sie zur Sicherheit mal nachfragen. Ganz im Gegenteil nutzen betroffene Firmen solche Hinweise auch für eigene Warnmeldungen.
Von den Tätern werden so gesammelte Adressen für den Weiterverkauf und zukünftigen personalisierten Spam genutzt.

Fakeshops – Fakeshops sind immer ein Thema und mittlerweile überall im Netz und auch auf etablierten Plattformen zu finden. Beachten Sie unsere Tipps hier, bevor Sie in einem unbekannten Shop etwas bestellen. Besonders Trikots, Beamer und große Fernseher sind aktuell sehr gefragt und können in Fakeshops zum Kauf durch „Schnäppchenangebote“ verleiten.
Ein wichtiges Instrument ist dabei der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen, der einen schnellen ersten Überblick verschaffen kann.

Ticketshops – Sie haben die weite Reise nach Nordamerika auf sich genommen und brauchen noch eine Karte für ein WM-Spiel? Vorsicht! Informieren Sie sich bei den offiziellen Stellen über entsprechende Käufe. Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen auf anderen Wegen Tickets angeboten werden. Neben Totalfälschungen, mehrfach verkauften oder nicht gelieferten Tickets können auch gefälschte Ticketshops online gehen.

Schadsoftware – Schadsoftware wie z.B. Trojaner kann vielseitig auftreten: Per Anhang in einer E-Mail, auf einer infizierten Webseite oder auch als Download.
Zu einer der letzten Weltmeisterschaften wurde ein Spielplan geteilt, in dem sich die Schadsoftware versteckt hatte, der auf einer Webseite angeboten wurde. Wenn man ein solches Programm ausführt, kann das nicht bloß den eigenen Computer infizieren und alle möglichen Risiken / Probleme mit sich bringen, sondern wenn man das im Büro macht, kann das auch für Ärger sorgen und auch die berufliche IT-Struktur gefährden.
Für Tippgemeinschaften: Vorsicht vor unseriösen Webseiten. Denn auch hier können Täter lauern und es auf Ihre Daten oder Ihren Rechner abgesehen haben.

Live-Streaming – Wer die WM live über Internetstreaming-Dienste verfolgen möchte, sollte sich auch vor unseriösen inoffiziellen Webseiten in Acht nehmen. Auch hier kann es sein, dass sich, neben der Nutzung nicht lizensierter Produkte, Schadsoftware als Drive-by-Download oder in angeblichen Abspielprogrammen versteckt.

Gefälschte / schädliche Apps – Auch in den App-Stores wird es wieder Apps rund um das Thema WM und Fußball geben. Auch hier sollten Sie vor einer Nutzung die Seriosität der App prüfen. Achten Sie auf gefälschte Bewertungen oder nutzen Sie die Apps, die auf offiziellen und seriösen Seiten angeboten werden. Nehmen Sie keine Apps, die aus unseriösen Quellen oder über Messengerdienste geschickt wurden.

Login-Aufforderungen – Seien Sie skeptisch, wenn Sie z.B. in E-Mails aufgefordert werden, sich einzuloggen. Prüfen Sie, ob dieser Login tatsächlich nötig ist und wohin er führt. Es könnte sich um Phishing handeln. Im Zweifelsfall brechen Sie den Login ab. Prüfen Sie genau die Web-Adresse, auf der Sie sich einloggen sollen.
Sollten Sie bereits in die Falle getappt sein, so ändern Sie zügig Ihre Logindaten! Informieren Sie auch gleich den echten Kundensupport.

Sollten Sie doch Opfer einer Straftat geworden sein, so erstatten Sie auch Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder über das Onlinewachenportal der Länder.

Wir wünschen allen eine gute Zeit und spannende Spiele. Bleiben Sie aufmerksam!

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